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Von Volkmar Mühl
Beim Saisonauftakt der Ultramarathonläufer über 50 km im hessischen Rodgau-Dudenhofen herrschten für die Jahreszeit optimale äußere Bedingungen: Temperaturen leicht über dem Gefrierpunkt und Trockenheit bildeten in Verbindung mit dem festen asphaltierten bzw. geschotterten Untergrund Voraussetzungen für gute Leistungen.
Mit einem vom Beginn bis ins Ziel gut eingeteilten Rennen wusste Vorjahressieger Thomas Dehaut die guten Rahmenbedingungen optimal zu nutzen. Am Ende konnte er nur mit seiner Siegerzeit ein wenig hadern, denn mit 3:08:42 h verfehlte er seine Leistung aus 2008 nur um wenige Sekunden.
Dabei hatte es lange nicht nach einer Wiederholung seines Vorjahreserfolges ausgesehen, denn Marc Papanikitas aus Belgien machte vom Start weg mächtig Tempo, ging die ersten 10 km deutlich unter 36 min durch und sah bis zur achten von zehn zu absolvierenden Runden wie der sichere Sieger aus. Dann allerdings verließen ihn die Kräfte, Unterkühlung kam hinzu und so musste er den Wettkampf vorzeitig beenden.
Souveräner Thomas Dehaut...
Auch Streckenrekordhalter Stanislav Lazyuta aus der Ukraine, rundenlang auf Rang drei platziert, beendete das Rennen vorzeitig.
So lief am Ende Matthias Dippacher in 3:14:19 h auf Rang zwei ein. Der Bergspezialist aus dem Allgäu war ebenfalls lange flott unterwegs, musste das Tempo in den letzten beiden Runden jedoch etwas reduzieren. Matthew Lynas, ein guter britischer 100 km-Läufer, erzielte Rang drei in 3:15:54 h.
Bei den Frauen ging Constanze Türk, die dem Vernehmen nach ihren ersten Lauf über die Marathondistanz absolvierte, nach dem Start in Führung und gab diese bis ins Ziel, das sie in 3:45:30 h erreichte, nicht mehr ab.
Drei Minuten und 33 Sekunden hinter ihr kam die Deutsche 100 km-Vizemeisterin des vergangenen Jahres, Dorothea Frey, ins Ziel. Rang drei bei den Frauen erreichte Astrid Staubach in ebenfalls guten 3:52:53 h.
Constanze Türk mit Sieg beim 1. Ultramarathon...Fotos: Mühl
Auf erfreulichem Niveau bewegten sich Dudenhofen aber nicht nur die Leistungen der Erstplatzierten, auch die Teilnahmerzahlen haben in diesem Jahr erneut einen Höchststand erreicht: Mit 743 Startern/innen konnte die Vorjahreszahl deutlich übertroffen werden und entsprechend ausgelastet ist die etwas außerhalb der Gemeinde gelegene 5 km-Runde auch. Für die schnelleren Läufer bedeutet dies ab der dritten Runde erhöhte Aufmerksamkeit beim ständigen Überrunden.
Angesichts der besonderen Atmosphäre und der bewährten Organisation sind nennenswerte Teilnehmerrückgänge im nächsten Jahr allerdings kaum zu erwarten.
Vollständige Ergebnisse unter http://www.rlt-rodgau.de/
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